Könnten Kryptowährungen die Gamingbranche verändern?

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Kaum 2 Branchen sind so schnelllebig wie die Krypto Branche und die Gaming Branche. Dabei ähneln sich beide Branchen sogar in einem gewissen Sinne. Während in beiden Branchen vor allem Innovation und Nachhaltigkeit wichtiger werden, so können beide Branchen immer wieder mit neuen Ideen und Innovationen aufwarten. Aktuell sind es vor allem die Preise bei Videospielen die vielen Anbietern Sorgen bereiten. Während Spieler in den letzten Jahren mit immer mehr Zusatzkäufen gelockt worden sind um einzelne Spiele komplett spielen zu können, bestes Beispiel ist hier wohl das Spiel die Sims 4, das zum aktuellen Zeitpunkt, mit allen Inhalten im nicht rabattierten Einzelkauf knapp 940€ kostet, sind vor allem wiederholte Käufe, sogenannte In-Game Käufe im Loot-Box Prinzip beliebter geworden.

Gerade die Anbieter von klassischen Videospielen, eine solche Mechanik nicht bieten, nicht bieten wollen oder können, geraten hier aber in einen gewissen Preisdruck. Denn während einzelne Spiele fast 1000€ kosten, wenn man alle Inhalte mit einbezieht, so können andere Spiele nur einmal verkauft werden. Ein Vergleichspreis von 75-85€ ist mit weniger als 10% des Verkaufspreises aus dem Beispiel. Hier bieten sich also alternative Konzepte an.

Auch der Kryptobereich bietet viele Innovationen. Von nachhaltigeren Coins, wie dem Chia Coin, der statt Grafikkarten und Stromverbrauch auf Festplatten, was deutlich weniger Strom braucht. Der Chia Coin liegt derzeit um die 60 € im Wert, laut Coinmarketcap und hat eine Gesamt Kapitalisierung von 1,4 Milliarden Euro, was durchaus nicht wenig ist. Eines der großen Probleme ist allerdings das Chia Coin bisher noch nicht wirklich angekommen sind. Typische Kryptohändler wie zum Beispiel bitcoin motion unterstützen derzeit noch keine Chia Coins. Das zeigt das dieses Konzept zwar ok ist, jedoch verursacht es durchaus auch andere Probleme, denn zur Verfügung gestellte Speicherplatz muss groß sein und wird sehr schnell an seine physikalischen Grenzen gebracht, was für einen sehr hohen verschleiß sorgt. Die Preise für Festplatten sind derweil bereits stark gestiegen.

Doch beide Branchen lassen sich theoretisch sehr gut verbinden. Gerade im aktuellen Kampf der Konsolen, der traditionell zwischen Microsoft und Sony ausgetragen wird, setzen sich derzeit Abo Modelle immer mehr durch. Mit dem X-Box Gamepass hat Microsoft die Konkurrenz von Sony derzeit fest im Griff. Für ein monatliches Abo von €15,99,- erhielten Spieler im Januar 2022 zum Beispiel 395 Spiele mit mehr als 5812 Stunden potentieller Spielzeit. Laut einer deutschen Gamingseite, die durchgerechnet hat wieviel Spielzeit im Gamepass steckt, ist das aber noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn viele Spiele konnten bei der Berechnung nicht berücksichtigt werden, da sie keine feste Durchspielzeit haben und die Inhalte wechseln auch monatlich. Der kauf zusätzlicher Spiele zu einem Angebot das man mobil auf dem Handy, daheim am PC oder auf der Konsole nutzen kann ist praktisch gar nicht mehr nötig.

Hier sind dann aber neue Möglichkeiten gefragt, wie Spieleentwickler Geld verdienen können. Das könnte man zum einen über ein Modell lösen das zum Beispiel Kryptowährungen, mit moderaten Einstellungen auf der Konsole erzeugt, zum anderen kann man aber auch zusätzliche Inhalte und In-Game Käufe mit Kryptowährungen flexibler gestalten. So könnten die großen Plattformanbieter zum Beispiel ein Wallet anbieten das „Credits“ speichern kann. Diese Credits sind dann in diesem Konzept umgerechnete Kryptowährungen, da sich vermutlich nicht alle Anbieter auf eine Währung werden einigen können. Spieler könnten so Kryptowährungen einzahlen und würden In-Game Credits erhalten, mit denen sie neue Inhalte kaufen könnten. Die Credits wären dabei eine nicht auszahlbare, aber flexibel einsetzbare Währung, mit der Spieler auch untereinander Handel treiben könnten. Natürlich lediglich virtuell und lediglich in Spielen.

Auf diese Weise könnte sich auch das aufkommende Metaverse weiter entwickeln und finanzieren, denn so wäre es möglich den Gewinn aus dem einen Spiel in ein anderes mitnehmen zu können. Hierfür könnten die Spieleentwickler dann auch geringe Auszahlungsgebühren verlangen und somit noch zusätzlich Geld verdienen. Spieler hätten damit die Möglichkeit ihre Gewinne aus einem Spiel in ein anderes mitzunehmen bzw. ihre Zahlungen universell einsetzen zu können, ohne dabei die Barrieren zwischen verschiedenen Spielen als Problem zu sehen. Gerade der Bereich Metaverse und NFT´s kann hier vieles bewegen, bzw. dadurch bewegt werden. So könnten Spieler in virtuellen Welten, in ihren Basen, Wohnungen, Häusern zum Beispiel ohne Probleme ihre gekauften NFT Gemälde einsetzen oder ihre entsprechende Kleidung tragen. Den Ideen wären hier keinerlei Grenzen gesetzt.

Es scheint wohl aber noch eine ganze Weile zu dauern bis sich ein entsprechendes Konzept wirklich durchsetzen kann. Derzeit gibt es keine Informationen darüber ob und vor allem wie Anbieter, wirklich professionell und vor allem nachhaltig auf Kryptowährungen und Blockchainprojekte setzen wollen.


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