Sparplan oder Einmaleinlage – wie vermehrt sich das Kapital am besten?

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Es zeichnet sich schon länger ab, dass ETFs immer beliebter werden. Die Indexfonds kommen bei Anlegern gut an, weil sie sich durch ein vergleichsweise geringes Risiko auszeichnen und langfristig gesehen solide Rendite abwerfen. Doch Investoren stehen bei Abschluss von ETFs meist vor einer entscheidenden Frage: Wird eine größere Summe investiert oder wird der ETF lieber in Form eines Sparplanes regelmäßig bespart?

Sparplan oder Einmaleinlage – wie vermehrt sich das Kapital am besten?

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/sparen-sparschwein-geld-m%c3%bcnzen-3402476/
Autor: geralt

Wie funktioniert ein ETF?

Bevor man sich die Rendite zwischen Sparplan und Einmaleinlage im Vergleich ansehen kann, muss man die Funktionsweise von ETFs verstehen. Wie auch bei einem Aktienkauf investieren Anleger dabei in Börsenwerte – statt in Einzelwerte allerdings in einen gesamten Index. Wenn dieser Index mit der Wirtschaft wächst, nimmt er Stück für Stück an Wert zu, so dass sich für Anleger gute Rendite ergeben.

Natürlich laufen nicht alle ETFs gleichermaßen gut. Unter dem hinterlegten Link gibt es einen Überblick über die besten ETFs: Diese zeichnen sich schon seit Jahren durch ein gesundes Wachstum aus. Wer sich von einem ETF langfristige Rendite erhofft, sollte auf jeden Fall einen vielversprechenden Index auswählen. Ist diese Entscheidung gefallen, geht es darum, festzulegen, wie regelmäßig die Einzahlungen erfolgen sollen.

ETF mit Einmaleinlage

Wer durch einen Immobilienverkauf, eine Schenkung, ein Erbe oder eine Abfindung plötzlich an viel Kapital gelangt, möchte dieses natürlich so schnell wie möglich sicher und gewinnbringend anlegen. Sehr oft fällt die Entscheidung dabei auf leistungsstarke ETFs. In solch einem Fall ist es Anlegern natürlich am liebsten, die komplette Summe direkt einzuzahlen. Es ist nicht nötig, den ETF in den folgenden Monaten und Jahren durch regelmäßige Einzahlungen weiter zu besparen. Doch es ist natürlich möglich.

Vorteile der Einmaleinlage

  • Hat man viel verfügbares Kapital, kann man dieses direkt in den ETF schießen und muss es nicht auf dem Tagesgeldkonto oder Sparbuch zwischenlagern und eventuell sogar Negativzinsen dafür bezahlen.
  • Man kann von Anfang an Rendite auf das komplette Investitionsvolumen erwirtschaften und muss seine Investition nicht erst mühselig steigern.
  • Ist das gesamte freie Kapital bereits in den ETF geflossen, kann man sich in den folgenden Jahren entspannt zurücklehnen und abwarten.
  • Bei thesaurierenden ETFs steigt die Anzahl der Anteile am Fond trotz Einmalzahlung weiter an, weil Gewinne direkt wieder reinvestiert werden.

ETF mit Sparplan

Der Großteil aller Anleger, die in ETFs investieren, entscheidet sich allerdings dazu, einen Sparplan abzuschließen. Wer direkt in Aktien oder in Kryptowährungen investieren möchte, sollte groß einsteigen – bei ETFs ist das nicht zwingend notwendig.

Vorteile von ETF-Sparplänen

  • Das Eröffnen eines Sparplans ist auch ohne eine größere Menge an Kapital möglich.
  • Sparpläne können schon ab einer kleinen monatlichen Rate abgeschlossen werden.
  • Durch das regelmäßige Investieren können immer wieder neue Fondsanteile nachgekauft werden, so dass das Investitionsvolumen über die Jahre trotz kleiner Sparraten eine hohe Summe erreichen kann.
  • Durch das regelmäßige Nachkaufen neuer Anteile können Anleger vom Cost Average Effect (Durchschnittskosteneffekt) profitieren und daraus vor allem Vorteile ziehen, wenn der ETF-Kurs vorübergehend einbricht und entsprechend mehr Anteile pro Sparrate erworben werden können.

Welche Art des Investierens ist lukrativer?

Neben einer langen Liste an Vorteilen, haben beide Anlagemethoden auch Nachteile. So können Anleger, die einmalig oder unregelmäßig größere Summen investieren, beispielsweise nur eingeschränkt vom Durchschnittskosteneffekt profitieren. Beim Investieren mit Sparraten dagegen wächst das Investitionsvolumen nur langsam an, so dass in den ersten Jahren nur minimal vom Zinseszinseffekt profitiert werden kann.

Einmalinvestitionen meist lukrativer

Grundlegend kann man festhalten, dass Einmalinvestitionen langfristig lukrativer sind. Weil dabei schon frühzeitig hohe Rendite anfallen und Orderkosten auf Nachkäufe entfallen, wächst das investierte Kapital effektiver an.

Anleger, die im Jahr 2012 mit einer Summe von 10.000€ in den MSCI World investiert haben, hätten im Januar 2022 über ein Investitionsvolumen von rund 30.000€ verfügt. Anleger, die 2012 mit einem Sparplan begonnen haben, konnten von der starken Kursentwicklung des Indexfonds erst deutlich später stark profitieren und damit Anfang 2022 über ein spürbar geringeres Volumen verfügen können.

In der Praxis empfiehlt es sich deshalb, einen Mittelweg einzuschlagen. Wer anfangs mit einer höheren Summe investiert und den ETF dann durch einen Sparplan ergänzt, kann die Vorteile beider Methoden ausnutzen.


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